Karriere bei Eplan: Consultant Jonas Hindl
24/02/20

Im Interview: Consultant Jonas Hindl

Autor: Nina Buchheister

Jonas Hindl arbeitet seit vier Jahren bei Eplan. Im Interview verrät er, welche Skills ein Consultant bei Eplan benötigt und was seinen Job so spannend macht.

Was genau macht man eigentlich als Consultant bei Eplan?

Jonas Hindl: Wir beraten unsere Kunden dabei, wie sie unsere Lösungen einführen können. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir individuelle Workflows, die wir anschließend in ihre Engineering-Prozesse integrieren. Bei Neukunden wollen wir unsere Produkte so gut wie möglich einführen. Bei unseren Bestandskunden möchten wir die Konstrukteure bei der täglichen Arbeit unterstützen, indem wir ihren Arbeitsablauf optimieren und automatisieren. Häufig sind wir quasi der „Personal Coach“, der mit Tipps und Tricks den Arbeitsalltag erleichtert.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Consultant bei Eplan aus?

Als Eplan Consultant hat man keinen wirklich typischen Arbeitstag. Jedoch ist so manches natürlich immer gleich, wie zum Beispiel die Anreise zum Kunden, die Anmeldung an der Pforte, anschließend wird man abgeholt und geht zusammen ins Besprechungszimmer des Kunden. Dann befragen wir den Kunden zum aktuellen Projektverlauf und erfragen, ob er die aufgegebenen „Hausaufgaben“ erledigt hat. Wenn dabei Probleme aufgetreten sind, werden diese im Laufe des Tages gelöst und schließlich neue Aufgaben verteilt.
Jonas Hindl (hier bei Eplan in München) legt im Jahr ca. 40.000 km zurück.Consultant Jonas Hindl ist häufig bei Kunden vor Ort und legt im Jahr ca. 40.000 km zurück. Hier: Hindl in der Münchner Eplan Niederlassung.


Welche Aufgaben sind das?

Artikeldaten oder Markos anlegen, Normblätter und Formulare ausfüllen, das Makroprojekt pflegen oder auch weitere Funktionen im Pilotprojekt ausarbeiten. Hier optimieren wir ja ständig.

Erledigen die Kunden ihre „Hausaufgaben“ in der Regel?

Meistens haben sie zwischen den Terminen genug Zeit, um die besprochenen Aufgaben zu erledigen. Bei vollen Auftragsbüchern kann es aber natürlich auch passieren, dass ein Kunde dies mal nicht schafft. Hier können wir unterstützen, indem wir gewisse Stammdaten und evtl. Skripte erstellen.

Sind Sie meist allein unterwegs oder gemeinsam mit anderen Kollegen?

Zu 90% bin ich allein beim Kunden. Ab und zu gibt es aber auch Presales-Aufgaben, bei denen wir gemeinsam mit unseren Vertriebskollegen rausfahren, um verschiedene Lösungen vorzustellen.

Als Consultant stecken Sie sicher tief in der Software drin?

Ja klar, da steckt einiges an Know-how hinter, welches man sich über die Jahre angeeignet hat. Wir Consultants beschäftigen uns jeden Tag mit der Software und haben dadurch einen sehr tiefen Einblick. Zusammen mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungsoptionen für verschiedene Fragestellungen. Durch unsere Erfahrung können wir meist schnell einen Lösungsweg oder zumindest einen -ansatz für die Probleme aufzeigen.


Gibt es auch mal unzufriedene Kunden? Und wenn ja: warum?

Ja, die gibt es natürlich auch. Manchmal läuft die Software nicht zu 100% so, wie sich das der Kunde vorstellt oder gewünscht hätte. Dann stellen wir einen anderen Workflow vor, um das gleiche Resultat zu erhalten. Bei unserer Software ist es häufig möglich, das gleiche Ergebnis auf mehreren Wegen zu erreichen. Wichtig ist nur, das Endergebnis zu kennen und den Kunden bei der Implementierung der Lösung zu begleiten. So kann er das Ganze in Zukunft selber umsetzen.

Consultant Jonas Hindl im Eplan Büro in München

Sie sind viel unterwegs. Wie viele Kilometer fahren Sie in etwa pro Woche?

Das ist schwer abzuschätzen und von Woche zu Woche verschieden. Im Jahr fahre ich etwa 40.000 Kilometer.

Welche Eigenschaften sollte ein Consultant bei Eplan besitzen?

Er oder sie sollte eine hohe Affinität zu Softwareanwendungen und der Automatisierung von Engineering-Prozessen haben. Wichtig ist es, Kenntnisse im Bereich der Elektrotechnik zu haben, um mit den Kunden auf Augenhöhe sprechen zu können. Ein sicheres und souveränes Auftreten und ein gewisses Maß an Präsentationssicherheit sollte die Person ebenfalls mitbringen: Wir sprechen jeden Tag vor Kunden und begleiten teils auch größere Veranstaltungen. Als Consultant ist man viel unterwegs, dies bedeutet eine gewisse Reisebereitschaft und Flexibilität müssen vorhanden sein. Es ist durchaus möglich, dass man die ganze Woche unterwegs ist.

Wie sind Sie zu Eplan gekommen?

Ich bin auf der Social-Media-Plattform Xing angesprochen worden. Damals habe ich noch als SPS-Programmierer gearbeitet. Eplan ist in der Branche natürlich als großes und innovatives Unternehmen bekannt. Daher fiel mir der Schritt leicht. Ich bin dann vor ungefähr vier Jahren als Junior Produktingenieur eingestiegen und habe mich dann in kurzer Zeit zum Consultant weiterentwickelt.

Was ist für Sie das Besondere an der Arbeit bei Eplan?

Definitiv der Einblick in die unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen: Wir betreuen Kunden von der Lebensmittel- bis hin zur Metallindustrie. Da werden teilweise ganze Anlagen geplant – oder auch nur Teile, wie beispielsweise einzelne Roboter. Man kommt mit den unterschiedlichsten Firmen in Kontakt: vom Ein-Mann-Ingenieurbüro bis hin zu weltweit agierenden Unternehmen. Wegen der Schnittstellen zur Fertigung bekommen wir häufig Führungen durch die Produktionshallen – für uns Techniker superspannend! Außerdem haben wir im Unternehmen, und speziell im Consulting, ein sehr kollegiales Verhältnis untereinander. Jeder versucht seine Kollegen bei Problemen bestmöglich zu unterstützen.

Vielen Dank für das Interview!

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