Solution Owner bei Eplan
22/06/20

Im Interview: Solution Owner Florian Fuchs

Autor: Marie Nonnenbroich

Schon seit 2015 arbeitet Florian Fuchs bei Eplan. Zuerst war er als Service Ingenieur im Support tätig und seit fast einem Jahr ist er nun Solution Owner. Im Interview verrät er, worauf es in diesem Job ankommt.

Solution Owner – was genau bedeutet das?

Florian Fuchs: Ein Solution Owner (SO) ist am ehesten mit einem technischen Produktmanager vergleichbar. Das heißt, es geht in meiner Arbeit nicht um die vertriebliche Seite des Produktmanagements, sondern um die technische. Besonders wichtig ist dabei die Kommunikation mit der Entwicklung. Ich fungiere quasi als technische Schnittstelle zwischen dem Business Owner (BO), also dem vertrieblichen Produktmanager, und dem Product Owner (PO), der die Entwicklung leitet. Meine Aufgabe ist es, die Konzepte des BOs technisch umsetzbar zu machen.

 

Product Owner, Solution Owner, Business Owner – können Sie die drei Rollen für uns etwas aufschlüsseln?

Der PO ist die Schnittstelle zwischen dem Entwicklungsteam und der Außenwelt. Er koordiniert und priorisiert die Anforderungen der verschiedenen Stakeholder und vermittelt dem Team die Produktvision.

Der BO ist ein marktorientierter Produktmanager. Er spricht vor allem mit Führungskräften verschiedener Firmen.

Der SO ist ein technischer Produktmanager. Bei Kundengesprächen geht es vor allem um Visionen. Neue Lösungen sollen die tägliche Arbeit noch effizienter machen.

Der BO bringt also die Marktanforderungen mit. Ich als SO vermittle die technischen Kundenanforderungen und der PO weiß mehr über die technische Umsetzung, also was in welchem Zeitrahmen technisch machbar ist. Gemeinsam arbeiten wir dann unsere Anforderungen aus, die am Ende in der Entwicklung umgesetzt werden.

 

Wie sehen Ihre täglichen Aufgaben aus?

Zu den Aufgaben eines SOs gehört es, zu den Kunden zu fahren, Produkte und Features vorzustellen und Feedback dazu einzuholen. Auf den großen Messen SPS und Hannover Messe zeigen wir Kunden unsere neuen Produkte, wie aktuell Eplan eView oder Eplan eBuild. In den Gesprächen geht es darum, dass die Kunden möglichst effizient mit unseren Produkten arbeiten können. Wir sorgen dann für die weitere prozesstechnische Umsetzung der Kundenwünsche.

 

Welche Aufgaben gefallen Ihnen am besten?

Das Kreative und die Ideenfindung. Ich mag es, die Ideen durch positives und negatives Feedback zu verfeinern und dann für die technische Umsetzung zu sorgen. Dabei ist es wichtig, keine Angst davor zu haben, dass Ideen auch schiefgehen könnten. Es geht darum, frühzeitig zu erkennen, ob eine Idee umsetzbar ist und sich nicht demotivieren zu lassen, wenn nicht. Wir wollen unseren Kunden Ideen nicht aufdrücken. Wenn sich herausstellt, dass eine Idee nichts bringt, dann lassen wir diese sein – und arbeiten motiviert an der nächsten Idee.

 

Welche Fähigkeiten sollte ein Solution Owner mitbringen?

Auf jeden Fall Kommunikationsfähigkeit und Belastbarkeit. Man muss offen für neue Ideen sein und darf sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Da muss dann eine gewisse Kritikfähigkeit her. Außerdem sollte Reisefreudigkeit mitgebracht werden, da man öfter auch zu Kunden fährt. Natürlich muss auch das technische Verständnis stimmen – das ist ja der Kern der Arbeit. Allgemein sollte man selbstständig arbeiten können. Hier kommt niemand und nimmt dich an die Hand und sagt: „Mach dieses und jenes“. 

 

Vielen Dank für das Interview.

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