Weikl Firmengebäude Projekte
8/07/19

Schaltschrankplanung in "smart"

Autor: Birgit Hagelschuer

Die Weikl Unternehmensgruppe startete vor vier Jahren von 0 auf 100 mit dem Geschäftsfeld Automatisierungstechnik. Vom Start weg kam dabei die Eplan Plattform zum Einsatz. Konstruktion und Produktion arbeiten heute integriert. 

In der Erschließung neuer Geschäftsfelder hat die Weikl-Unternehmensgruppe in Bodenmais/ Bayerischer Wald einige Erfahrung. 1976 als Elektrounternehmen für Hotel- und Industriebau gegründet, baute Franz Weikl sen. in den 1980er Jahren die Elektroplanung und -automation für die Gebäudetechnik zielstrebig aus. 2015 wurde mit der Gründung der Weikl Automatisierungstechnik GmbH ein weiteres neues Geschäftsfeld erschlossen: Entwicklung und Fertigung von Steuerungen und Energieverteiler für intelligente Gebäude und Industriemaschinen.

Konstrukteur mit Eplan LösungenDie Konstrukteure nutzen eine Drei-Bildschirm-Lösung und arbeiten durchgängig mit der Eplan Plattform – von Preplanning über Pro Panel bis zu Smart Wiring

Franz Weikl: „Wir arbeiten mit der Eplan Plattform und verfolgen dabei das Ziel, Doppelarbeiten zu vermeiden und die beim Konstruieren generierten Daten für die Produktion zu nutzen.“ Dass dieses Ziel erreicht wurde, sieht man – um der Reihenfolge der Prozesskette zu folgen – zuerst in der Konstruktion, die in direktem Sichtkontakt zum Schaltschrankbau arbeitet.

Start mit Eplan Preplanning

Die Arbeitsplätze der Konstrukteure sind mit einer Drei-Bildschirm-Lösung aus-gestattet. Sie beginnen ihre Arbeit mit Eplan Preplanning und wählen Funktionen und Module aus, die sie zueinander in Beziehung setzen. Der Schaltplan entsteht dann weitestgehend automatisiert – sofern die Funktionen und Module hinterlegt sind. Franz Weikl: „Weil wir bei „Null“ begonnen haben, mussten die Kollegen als erstes die Preplanning-Datenbank füllen und die Bauteile und Funktionen einpflegen. Dafür profitieren wir nun von erheblich beschleunigten Prozessen schon in der Planungsphase.“ Dabei gilt das Prinzip „Konstruieren statt zeichnen“ – und die Daten können in der Detailplanung direkt weiterverarbeitet werden. Das ist zeitsparende und smarte Elektrokonstruktion.

Eplan Volumenstromregler StromlaufplanDie Konstrukteure beginnen ihre Arbeit mit Eplan Preplanning und wählen Funktionen und Module aus, die sie zueinander in Beziehung setzen. Der Schaltplan (in Eplan Electric P8) entsteht dann weitestgehend automatisiert.

Bei der Konzeption der Schaltschränke und Stromverteilersysteme arbeiten die Konstrukteure von Weikl Automatisierungstechnik mit Eplan Pro Panel und damit in der dritten Dimension. Produktionsleiter Christian Eberl: „Der 3D- Montageaufbau erleichtert die Planung sehr, denn bei vielen unserer Kunden ist der zur Verfügung stehende Bauraum im Schaltschrank begrenzt. Mit Funktionen wie der Kollisionsbetrachtung kann man den Aufbau optimieren und die 3D-Ansichten sind eine gute Diskussionsgrundlage für Planungsgespräche mit den Kunden.“ Darüber hinaus können die Daten auch für die Wärmeberechnung und somit für die Dimensionierung des (meist passiven) Kühlsystems genutzt werden. Dabei profitieren die Konstrukteure davon, dass Weikl zu 98 % - d.h. sofern der Kunde es nicht anders wünscht – mit Rittal Schaltschränken plant. Deren Daten sind bereits im Eplan Data Portal hinterlegt und können in der Artikelverwaltung von Eplan zentral gespeichert werden.

EPLAN ProPanel_3D MontageplattenaufbauBei der Konzeption der Schaltschränke und Stromverteilersysteme arbeiten die Konstrukteure von Weikl Automatisierungstechnik mit Eplan Pro Panel und damit in der dritten Dimension.

Mechanische Fertigung mit direkter CAD-Anbindung

In der mechanischen Bearbeitung der Schaltschränke setzt Weikl ebenfalls auf Automatisierung – auf der Basis der Daten von Eplan Pro Panel. Christian Eberl: „Ein CNC-Bearbeitungszentrum mit automatischem Werkzeugwechsler nutzt die übergebenen Eplan Daten zum Bohren und Fräsen und arbeitet die Aufgaben ab. Der Mitarbeiter muss nur das Teil aufspannen und das Programm starten.“

Weikl_EplanDie CNC-Bearbeitung der Schaltschränke erfolgt automatisch auf der Basis der Eplan Daten.

Die Bohrbilder entstehen dann automatisch. Bei der Verdrahtung – sie ist üblicherweise der zeitaufwändigste Arbeitsschritt im Schaltschrankbau – werden die Mitarbeiter im „Shopfloor“ vom browser-basierten Assistenzsystem Eplan Smart Wiring unterstützt. Ein Bildschirm visualisiert die Verdrahtung und zeigt jeweils den nächsten Schritt an – mit Quelle- und Zielbeschreibung, Querschnitt, Farbe und Verlegeweg. Auch hier dient wieder die 3D-Darstellung von Eplan Pro Panel als Datenbasis. Wenn der Draht verlegt ist, quittiert der Mitarbeiter die Aufgabe und ihm wird der nächste zu verlegende Draht angezeigt.

Fazit: Durchgängige Automation

Damit hat Weikl in der Elektrokonstruktion eine durchgängige Planung und eine tiefe Integration zu den verschiedenen Bereichen der Montage und Produktion – die damit weitgehend automatisiert wird – realisiert.

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