Über Eplan eView sind alle Änderungen im Projekt zentral verfügbar.
22/07/21

Das Ökosystem der industriellen Automatisierung

Autor: Birgit Hagelschuer Lesezeit: Minute Minuten

Wird heute eine Maschine konstruiert und gebaut, sind viele Akteure beteiligt. Doch aktuell prägen Medienbrüche das Bild der industriellen Automation. Eplan will das ändern und vernetzt Stakeholder und Systeme.

Was haben Betreiber von Produktionsanlagen, Maschinenbauer, Systemintegratoren, Schaltanlagenbauer und Komponentenhersteller gemein? Sie alle arbeiten von der Planung bis zum Betrieb einer fertigen Maschine bzw. Anlage gemeinsam entlang der Wertschöpfungskette. Alle tauschen dabei kontinuierlich Informationen aus. Einziger Haken: Der Prozess ist geprägt von zahlreichen Medienbrüchen, welche die Effizienz senken und Fehlerquoten nach oben treiben.

Zielbild: Das Ökosystem der industriellen Automatisierung

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Das Schaubild stellt vereinfacht das Ökosystem der industriellen Automatisierung und die Zusammenarbeit der Prozessbeteiligten dar.

Wie sieht der Prozess, sprich die Zusammenarbeit der Prozessbeteiligten, derzeit aus? In der Planungsphase wird die Ausprägung einer gewünschten Maschine oder Anlage beschrieben. Falls Lieferantenvorschriften im Unternehmen existieren, werden diese benannt und an den Operator/Betreiber übergeben, der die Vorgaben bei der Auslegung der Maschine bzw. Anlage berücksichtigt. Auf die Planungsphase folgt der Vorplanungsprozess. Hier werden weiterführende Informationen wie z.B. Geräte, Freigabelisten aus Excel, Spezifikationen in Word oder Vorplanungstools wie Eplan Preplanning eingebracht, die im Basic-Engineering vom Konstrukteur beispielsweise für die Angebotserstellung interpretiert werden. Diese Aufgabe übernimmt im Fall von komplexen Fertigungslinien klassisch ein Systemintegrator, der auch das Detail-Engineering mit Schalt- und Fluidplanerstellung verantwortet.

Das Automatisierungsprojekt wird angereichert

EPLAN Platform 2022-1

Ausblick auf die neue Eplan Plattform 2022 mit komplett neuer Bedienoberfläche.

Das Projekt, das mit den Systemen der Eplan Plattform – beispielsweise Eplan Electric P8 oder Eplan Fluid – erstellt wurde, wird nun an den Schaltanlagenbauer transferiert. Dieser erstellt den virtuellen Prototyp der Schaltanlage in Form eines 3D-Aufbaus unter Nutzung von Eplan Pro Panel. Im Anschluss wird die Schaltanlage physisch gebaut, abgenommen und in Betrieb genommen. Mit der Auslieferung des Schaltschranks endet der Prozess des Schaltanlagenbauers. Er übergibt das Eplan Projekt, das nun angereichert wurde, zurück an den Maschinenbauer oder Systemintegrator, der die Inbetriebnahme der Maschine/Anlage auf Basis der finalen Projektdaten vornimmt. Im Anschluss wird das Projekt dem Betreiber bereitgestellt, der im Service- und Wartungsfall auf die aktuelle Dokumentation z.B. mit Eplan eView zugreift und die Änderungen ggf. mit der Redliningfunktion digital dokumentiert.

Service Maintenance

Über Eplan eView sind alle Änderungen im Projekt zentral verfügbar.

Der benannte Prozess beschreibt die tägliche Arbeit in diesem Ökosystem der industriellen Automatisierung. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass alle Daten eines Automatisierungsprojekts in verschiedensten Stationen innerhalb dieser Wertschöpfungskette entstehen. Und dass sämtliche Projektbeteiligten mit teils nicht konsistenten Daten arbeiten. Der Prozess ist dadurch häufig fehlerbehaftet und zeitaufwändig. Ein Beispiel: Die Antriebsleistung eines Motors wurde neu dimensioniert. Diese nachträgliche Änderung wurde bei der Inbetriebnahme der Maschine bzw. Anlage nicht berücksichtigt. In Folge ist die Dokumentation nicht aktuell.

Ein "Datencontainer" als zentraler Pool im Ökosystem

Die Systeme der kommenden Eplan Plattform 2022 in Verbindung mit dem Cloud-Dienst Eplan eManage vernetzen Maschinenbauer und Systemintegratoren, Schaltanlagenbauer, Komponentenhersteller wie auch die Betreiber einer Maschine bzw. Anlage. Sebastian Seitz, CEO von Eplan, formuliert die Zielsetzung: „Über die Cloud vernetzen wir Unternehmen mit ihren Kunden und Lieferanten für einen einfachen und sicheren Datenaustausch. Das Eplan Projekt als zentrales, digitales Modell einer Automatisierungslösung versorgt alle Prozesse mit den notwendigen Daten. Es handelt sich hier um eine Art „Datencontainer“, der aus den Systemen der Eplan Plattform gespeist wird. Dieser generiert Mehrwerte in der digitalisierten Zusammenarbeit aller Beteiligten – durch sicheren Datentransfer sowie zentralen Zugriff auf das Eplan Projekt.“ Neu ist die Verbindung zur Cloud (Eplan ePulse), die gerade auch das mobile Arbeiten in der Konstruktion deutlich erleichtert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Video beschreibt Eplan CEO Sebastian Seitz im Rahmen der Industry.forward EXPO 2021 (Publish Industry Verlag) die durchgängig digitalisierte Wertschöpfungskette.

Die Cloud als Enabler für mehr Kollaboration

Mit dem neuen eManage lassen sich Projekte einfach in die Cloud hochladen, verwalten und teilen. Konkret rücken hier die unterschiedlichen Welten von On-Premise-Software und Cloud zusammen. Klare Zugriffsrechte per Rollenverteilung sorgen für Datensicherheit und geben Flexibilität für den Zugriff auf Projekte. Anwender von Eplan Electric P8 und Eplan Pro Panel können ihre Projekte bequem in die Cloud hochladen und zur weiteren Bearbeitung wieder an die Eplan Plattform übergeben. Das geschieht ohne aufwändiges Senden von Projektdaten per Mail oder FTP-Server. Und die zentrale übersichtliche Verfügbarkeit in der Cloud unterstützt alle Projektbeteiligten auch bei der schnellen Suche nach bestimmten Inhalten. Über Eplan eView sind alle Änderungen im Projekt zentral verfügbar.

Interesse an mehr Infos zu Eplan eManage Free? Hier gibt es die Hintergründe.

Die Vorteile im Überblick:

  • Die Projektdokumentation ist immer aktuell 
  • Die Daten sind konsistent und der Datentransfer ist sicher
  • Alle Beteiligten können auf digitalem Weg kollaborieren
  • Korrekte Daten beschleunigen die Ergebnisse

Wichtiger Baustein dieser Arbeitsweise sind Gerätedaten, die im Eplan Data Portal bereitgestellt werden. Hier kommt es auf die Qualität und Datentiefe an, die Eplan mit dem Data Standard intensiv vorantreibt. Umfassende, durchgängig digitale Daten dienen als Projektbeschleuniger.

Screenshot EDP Rittal Schrank

Zahlreiche Gerätedaten wie hier am Beispiel von Rittal werden im Eplan Data Portal bereitgestellt.

Digitale hochwertige Gerätedaten als Schlüsselfaktor, um...

  • im Shopfloor-Management Aufträge einzusteuern und Fertigungsaufträge abzuleiten,
  • automatisiert Maschinenparks anzusteuern (Rittal Automation Systems),
  • teilautomatisierte Arbeitsplätze mit Informationen zu versorgen (Beispiel Verdrahtungsprozesse vereinfachen mit Eplan Smart Wiring).Eplan_SebastianSeitz2811_final


Mit diesem optimierten Prozess und erhöhter Effizienz können unsere Kunden den Maschinen- und Anlagenentstehungsprozess optimieren wie auch nachhaltig die Verfügbarkeit ihrer Maschinen und Anlagen steigern.“

Sebastian Seitz, CEO Eplan

 

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