Bild zur Umweltverantwortung und Gewinn in Unternehmen Trends
2/07/20

Studie: Umweltverantwortung und Gewinn in Unternehmen

Autor: Gregor Karasinsky

Die soziale Verantwortung von Unternehmen hinsichtlich umwelt- und ressourcenschonender Maßnahmen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nachhaltiges Handeln und das Erreichen unternehmerischer Ziele müssen sich dabei nicht ausschließen, wie eine aktuelle Studie von Deloitte sowie Digitalisierungslösungen entlang der Wertschöpfungskette zeigen.

Die Welt ist im Wandel und scheint in vielerlei Hinsicht weit entfernt von der unserer Großeltern zu sein. In den letzten Jahrzehnten wurde vor allem der Ruf nach mehr sozialer Verantwortung von Unternehmen lauter. Der neue Bericht von Deloitte, „The Fourth Industrial Revolution: At the intersection of readiness and responsibility“ (Originaltitel), thematisiert das Umdenken in der Gesellschaft und zeigt, wie schnell sich die Meinungen über Klimabedrohungen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen in den letzten Jahren verändert haben.

Ein Auszug aus der Studie von Deloitte

Noch vor zwei Jahren benannten nur ca. 35 Prozent der befragten Führungskräfte die "positive Auswirkung auf die Gesellschaft" als eines ihrer wichtigsten Unternehmensziele. Laut Studie hat sich diese Zahl inzwischen fast verdoppelt. Dieser von einigen auch als "Greta-Thunberg-Effekt" bezeichnete Meinungsumschwung spiegelt die Verschiebung wieder, die auf allen Ebenen der Gesellschaft stattfindet.

Der Hauptgrund für die verstärkte Konzentration der Unternehmen auf gesellschaftliche Themen ist laut Studie ganz pragmatisch die Erwirtschaftung von Einnahmen (42 Prozent), gefolgt vom Druck externer Stakeholder (39 Prozent) und dem der Mitarbeiter (22 Prozent). Wenngleich essentiell, jedoch schwierig und keinesfalls pauschal zu beantworten ist die Frage: Wie können Unternehmen ihre Bestrebungen hinsichtlich Umwelt und Nachhaltigkeit aufrechterhalten und gleichzeitig die von den Aktionären oder Eigentümern geforderten Gewinnziele erreichen?

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit - passen zusammen

Dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen müssen, zeigen zum Beispiel auch die Lösungen von Eplan. Mit der cloudbasierten, kostenfreien Software Eplan eView Free können etwa Review-Prozesse im Engineering komplett digital umgesetzt werden: Das sekundenschnelle Teilen und Kommentieren von Eplan Projekten in der Cloud ermöglicht die einfache Kommunikation zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen und selbst über Unternehmensgrenzen hinaus. Der Vorteil: Alle Projektnutzer arbeiten mit einer „single source of truth“ -  das schont Ressourcen und sorgt zugleich für deutlich effizientere Prozesse.Mit eView Free können Schaltpläne unternehmensübergreifend abgestimmt werden.Mit eView Free können Schaltpläne unternehmensübergreifend abgestimmt werden.

Selbst eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes kann die konsequente Digitalisierung im Engineering bewirken - wie das? In der Cloud-Umgebung Eplan ePulse stehen Anwendern dank vielseitiger Applikationen wie eView, eBuild und dem neuen Eplan Data Portal, wichtige Informationen überall und jederzeit webbasiert zur Verfügung: Von Komponentendaten zahlreicher Hersteller über Makro-Bibliotheken bis hin zu kompletten Eplan Projekten haben Anwender wichtige Engineering-Daten und -Instrumente mit wenigen Klicks zur Hand, ohne dass Dienstreisen oder Ausdrucke seitenlanger Dokumentationen erforderlich sind.

Darüber hinaus spielt der digitale Zwilling für Industrieunternehmen eine wichtige Rolle hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und eines geringeren Ressourcenverbrauchs entlang der gesamten Wertschöpfungskette: So ermöglicht es Eplan Pro Panel, einen komplett bestückten Schaltplan bis ins Detail in 3D zu planen, lange bevor der erste Handschlag in der operativen Fertigung getan ist - von der Größe der Bohrlöcher bis hin zur Länge und Dicke der zu verwendenden Kabel. 

Papierloses Arbeiten – jetzt erst recht

Papierlos arbeiten heißt Papierberge vermeiden und effizienter zu Arbeiten.Das Konzept des papierlosen Arbeitens gibt es bereits seit Jahrzehnten, aber erst mit dem Aufkommen digitaler Design- und Konstruktionslösungen kann es letztlich auch in der Realität umgesetzt werden - zumindest für den Fertigungssektor. Es mag zunächst vielleicht einfacher erscheinen, Projektdokumentationen bevorzugt als Ausdrucke aufzubewahren. Aber: In der der Praxis ist es nahezu unmöglich, Projektdaten im laufenden Fertigungsprozess oder gar während der Wartung einer vor Jahren in Betrieb genommenen Anlage in Echtzeit aktuell zuhalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit enthält der "Papierkram" bereits zum Zeitpunkt der Produktauslieferung, spätestens aber nach einiger Zeit im Anlagenbetrieb, zahlreiche Ungenauigkeiten.

Die Anwendungen der Eplan Plattform und die Cloud-Lösungen in ePulse unterstützen die interaktive, papierlose Arbeit zum Beispiel durch intelligente PDFs, die Interaktion und Feedback der Projektbeteiligten durch Kommentare zulassen. Darüber hinaus kann auf die papierlosen Dokumente per mobile Endgeräte wie Tablets zugegriffen werden, sodass die Arbeit von Wartungstechnikern oder von unterwegs aus viel effizienter und losgelöst von PC oder Papierdokumenten verrichtet werden kann. Auch in diesem Kontext stellt Eplan eView Free eine erhebliche Arbeitserleichterung dar: Per Redlining (Screenshot unten links) wird das Projekt in der Cloud vom Servicetechniker live kommentiert und innerhalb kurzer Zeit im Engineering vom Projetverantwortlichen auf dem neuesten Stand gehalten. Die Greenlining-Funktion (Screenshot unten rechts) bietet darüber hinaus die Möglichkeit für eigene Notizen.

Redlining in Eplan eViewGreenlining in Eplan eView

 

 

 

Papierlos heißt aber auch vorausschauend arbeiten: Qualitätsprüfungen und Audits können digital in einem System durchgeführt werden, wobei die cloudbasierten Lösungen von Eplan mit Transparenz und klar definierten Zugriffsrechten punkten: Die Informationen zur Revisionskontrolle und Dokumentenverwaltung sind für alle Beteiligten sichtbar. Audits können sogar aus der Ferne durchgeführt werden, was die Kosten nicht nur für den Hersteller, sondern auch für den Kunden erheblich reduziert.

Darüber hinaus erfolgt mit Eplan Smart Wiring auch der konkrete Verdrahtungsprozess in der Schaltschrankfertigung papierlos: Per Tablet wird der Verdrahter Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess geführt - ganz ohne ausgedruckte Schaltpläne als Vorlage.

Reduzierung des Energieverbrauchs - Beispiele von Rittal

Klar, zur Verringerung der Umweltbelastung tragen die Reduzierung des Energieverbrauchs und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen bei. Die Erreichung dieser Ziele unterstützen auch die Softwareanwendungen unseres Schwesterunternehmens Rittal. Ein Beispiel: Rittal Therm. Das Berechnungsprogramm für die Klimatisierung von Schaltschränken übernimmt die komplexe Vorab-Berechnung der benötigten Klimatisierung und führt Anwender zu der im individuellen Fall optimalsten und ressourcenschonenden Klimatisierungslösung. Der Clou dabei: Rittal Therm kann mit Eplan Pro Panel gekoppelt werden. So wird im digitalen Prototypen des geplanten Schaltrankes auf den ersten Blick erkennbar, ob die eingeplante Klimatisierungslösung den gewünschten Effekt erzielt, oder Modifikationen notwendig sind.

Der energieeffizientere, invertergeregelte Kompressor im Chiller Blue e+.

Best Practice: Apropos Kühlung: In einer industriellen Umgebung macht die Kühlung von Schaltschränken in der Regel mehr als 15 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus. Eine durchgeführte Testinstallation auf einer CNC-Drehmaschine bei Bosch Rexroth zeigte, wie die neue Rittal Chiller Blue e+ Technologie diesen Energieverbrauch erheblich senkt. Nach der Umrüstung der Drehmaschine auf die Rittal Technologie, konnte die vom Kühlsystem verbrauchte Energiemenge auf weniger als die Hälfte der zuvor benötigten Menge reduziert werden. Möglich macht es der energieeffizientere, invertergeregelte Kompressor im Chiller Blue e+. Außerdem hat Bosch Rexroth die Kühlaggregate für das Bedienfeld der Drehmaschine ausgetauscht und eine Energieeinsparung von beeindruckenden 80 Prozent erreicht.

Ein weiterer Vorteil des Blue e+ ist die einfache Bedienung: Die Blue e+ App kommuniziert mit den Kühleinheiten über NFC - Near Field Communication, ein internationaler Übertragungsstandard, der auf der RFID-Technologie für den kontaktlosen Datenaustausch basiert. Wichtige Informationen werden so drahtlos übertragen. Eine Funktionalität, die besonders wichtig ist, wenn mehrere Kühleinheiten konfiguriert werden. Sie ermöglicht Betreibern eine einfachere Betriebsüberwachung und schnelle Reaktion.

Wie sieht die Zukunft für nachhaltige Unternehmen aus?

Durch die Einführung praktikabler Strategien und Lösungen für eine datendurchgängige Wertschöpfungskette können Maschinenbauunternehmen einen wichtigen Beitrag für eine umweltbewusste Zukunft leisten. Die effektive Nutzung der Chancen, die digitale Technologien hinsichtlich einer ressourcen- und umweltschonenden Produktion bieten, werden zukünftig gewiss noch stärker in den Fokus rücken. Die Anwendungen von Eplan und Rittal helfen Unternehmen dabei, ihre Ziele im Bereich der Umweltverantwortung zu erreichen und zugleich auch den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg zu steigern.


Weitere Informationen zum Eplan Lösungsportfolio finden Sie auf unserer Webseite.

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